Die Badegewässerqualität in Europa
-Deutschland Nordsee-

Überblick über die Ergebnisse der Badesaison 1999:
Die zurückliegende Badesaison an der Nordsee war durch außergewöhnlich langanhaltendes warmes und trockenes Sommerwetter gekennzeichnet. Obwohl dies die optimalen Voraussetzungen für erhöhtes Bakterienaufkommen in den Küstengewässern darstellt, hielt sich die hygienische Badegewässerqualität an den insgesamt 160 Badestellen entlang der deutschen Nordseeküste auf gutem bis sehr gutem Niveau.

Lediglich an einer Badestelle im Bereich Cuxhaven, dem Strand Duhnen, wurde aufgrund von einer Grenzwertüberschreitung für bestimmte Bakterien ein auf zwei Tage befristetes Badeverbot ausgesprochen. Zahlreiche Nachuntersuchungen an diesem Meßpunkt zeigten jedoch wieder gute bis sehr gute Wasserwerte, weshalb dieser Strand in der Endbewertung noch mit ""gut"" bewertet werden konnte.

Weitere Grenzwertüberschreitungen nach EU-Norm wurden an den Badestellen ""Böhl"" in Sankt Peter-Ording und am ""Elpersbüttler Deich"" in Elpersbüttel festgestellt.

Eine massenhafte Anschwemmung der Blauen Haarqualle cyanea lamarcki aufgrund langanhaltender Ostwindlage vor Sylt und in geringerem Ausmaß auch vor Amrum führte im Juli zu einer kurzfristigen Beeinträchtigung des Badebetriebes an den Weststränden der Inseln.

Für einen Zeitraum von etwa einer Woche mußten sich Badegäste vor den stark nesselnden Meerestieren in acht nehmen. Nachdem der Wind drehte, konnte Entwarnung gegeben werden.

Vermutlich aus dänischen Gewässern angespülte Ölklumpen verschmutzten Ende Juli die Badestrände vor Sylt. Die Strände konnten jedoch innerhalb von drei Tagen wieder vollständig gereinigt werden, so daß der Badebetrieb nur kurzzeitig gestört wurde.

Belastungsschwerpunkte: Stärkere alljährlich wiederkehrende hygienische Belastungsschwerpunkte sind an der Nordseeküste aufgrund des starken Wasseraustausches durch die Gezeiten unbekannt.

Von hygienischer Seite aus, können somit alle Nordseebadestellen als unbedenklich eingestuft werden. Wie in anderen Regionen besteht jedoch auch an der Nordsee an Flußmündungen und andern Zuläufen potentiell die Gefahr, daß besonders nach Regenfällen erhöhte Keimzahlen auftreten können. Diese Belastungen treten dann insbesondere im Bereich von landwirtschaftlichen Nutzflächen auf.

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letzte Aktualisierung: 02.01.2005
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