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Überblick über die Ergebnisse
der Badesaison 1999:
Die hygienische Belastung der Strände der Emilia Romagna ist auch
dieses Jahr insgesamt als sehr gering einzustufen. Die Meßwerte
der lokalen Behörden ergaben durchweg eine gute bis sehr gute
Badegewässerqualität.
Die Zahl der Meßstellen, an denen die Richtwerte
mehrfach überschritten wurden, hat gegenüber dem Vorjahr deutlich
abgenommen. An zwei Meßpunkten führten die Richtwertüberschreitungen
aufgrund der strengen italienischen Grenzwerte (in Italien werden
bereits bei vergleichsweise geringen hygienischen Belastungen
Badeverbote verhängt) zu vorübergehenden Badeverboten. In beiden
Fällen war dies in der Nähe von Bellaria im Bereich des Hafenkanals,
in den der Fluß Uso mündet.
Belastungsschwerpunkte:
Die erhöhten bakteriellen Belastungen, die in diesem Jahr an der
Probestelle südlich des Hafenkanals von Bellaria gemessen wurden,
lagen zwar innerhalb der EU-Grenzwerte, aber das dauerhafte Überschreiten
der Richtwerte deutet auf eine Grundbelastung durch Abwassereintrag
hin. Mitte Juli entdeckte die Polizei eine illegale Abwassereinleitung
beträchtlichen Ausmaßes in den Fluß Uso, der durch den Hafenkanal
bei Bellaria ins Meer mündet. Die Abwassereinleitung wurde sofort
geschlossen. Ende Juli konnte dann das temporäre Badeverbot aufgehoben
werden. Vermutlich trug die Abwassereinleitung entscheidend zur
Verschmutzung des Hafenkanals bei. Andere Maßnahmen zur Verbesserung
der Wasserqualität der Zone sind im Gange. Generell liegen Belastungszonen
im Bereich von Fluß-, Kanal-, und Hafenmündungen. Dort, wie auch
an Regenüberläufen aus der Kanalisation, kommt es nach stärkeren
Regenfällen zum Eintrag verschmutzten Wassers und damit zu höheren
Belastungen. Deshalb sollte insbesondere nach stärkeren Regenereignissen
nicht in der Nähe von Einmündungen gebadet werden.
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