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Infos zur richtigen Wahl des Webspace-Provider (1.)

Die Auswahl des richtigen Provider für eine kommerzielle Internet-Präsenz ist, wegen der großen Anzahl von Webspace-Providern, mit einem sehr differenzierten Leistungsspektrum, für einen Laien äußerst schwierig. Auf dieser Seite finden Sie einige Kriteriern zur Auswahl des richtigen Webspace-Provider und Anmerkungen über persönliche Erfahrungen. Unverbindliche Anfrage für eine Beratung zur Wahl des richtigen Webspace-Providers bitte hier klicken
Kriterium:
Leistungen
Bemerkung
Geschwindigkeit & Erreichbarkeit Die wichtigsten Leistungsmerkmale eines Providers sind,
a) wie schnell werden die Inhalte meiner Seite übertragen, bzw. wieviele Besucher können gleichzeitig mit einer hohen Übertragungsrate die Inhalte meiner Internetpräsentation abrufen.
b) die Zuverlässigkeit des Web- und Mailservers. Provider bei denen oft wegen Pannnen oder Wartungsarbeiten, die Verfügbarkeit der eigenen Web-Sites (2.) oder / und des E-Mailverkehrs nicht gegeben ist, können bei kommerziellen Web-Sites zu finanziellen Verlusten führen.

zu a) nach der Definition von webhostlist.de sollte die Reaktiontszeit eines Web-Servers unterhalb 5,5 sec. liegen.
Aussagekräftige Daten über eine garantierte Übertragungsgeschwindigkeit bei einem definierten Besucheraufkommen, sucht man bei den meisten Webspace-Provider vergebens. Dies hängt damit zusammen, weil die meisten Internet-Präsenzen in einer sogenannten Shared-Hosting-Umgebung (4.) realisiert werden. (siehe auch Miet-Server)
zu b) Die vom Provider garantierte Verfügbarkeit der Server (Web-und Mailservers) sollte im Jahresschnitt bei 98% liegen, d.h. ein Serverausfall von 175 Stunden im Jahr kann bei einem Webhoster mit marktüblichen Preisen tolleriert werden.

Speicherplatz auch Webspace genannt wird in MB (3.) angegeben. 1 MB Speicherplatz reichen aus, um ca. 20 Internetseiten mit einer Datengröße von 50 KB zu speichern. Der Speicherplatz ist bei den Webspace-Providern selten ein Problem. So verfügen preiswerte Internet-Pakete bis 10 € einen Speicherplatz von 70 - 250 MB.
Die sogenannten Web-Visitenkarten haben allerdings nur unzureichend Speicherplatz, um eine vernünftige Internet-Präsenz zu realisieren.
Transfervolumen wird in GB oder MB (3.) pro Monat angegeben. 1 GB Transfervolumen entspricht ca. 20.000 Seitenaufrufe einer Internetseite mit einer Datengröße von 50 KB.
Die Standardpakete der Webspace-Provider, für bis zu 10 € /Monat, beinhalten 5-10 GB Transfervolumen pro Monat, dies ist für eine normale Internet-Präsenz auch ausreichend.
Vorsicht ist allerdings geboten, den manche Provider schlagen saftige Preise drauf, falls mehr Transfervolumen in Anspruch genommen wird, als im Vertrag festgelegt ist, diese Preise finden Sie bei vielen Provider leider nur ganz klein gedruckt in den AGB. So sollte ein GB zusätzliches Transfervolumen nicht mehr als 15 € pro Monat kosten. Fair sind 5 € für jedes angefangene, zusätzliche GB/Monat.
Das Transfervolumen einer Web-Site beinhaltet nicht nur den Traffic durch Besucher einer Internet-Präsenz, sondern zum Transfervolumen zählen auch Transferaktionen durch E-Mail, Zugriffe auf mySQL, FTP-Transfer etc.
Betreiber von Web-Sites, die im großen Stil Dateien (hoffentlich legal) zum Herunterladen anbieten (z.B. Video / Audio-Streams, Flash-Präsentation etc.) können auch mit relativ wenig Besuchern viel Transfervolumen verursachen.
Zusatzleistungen Als Zusatzleistungen können an dieser Stelle nur die wichtigsten genannt werden.
1.) MySQL-Datenbank mit PHP-Unterstützung, sollte als Zusatzleistung vorhanden sein, wenn man mit seiner Internet-Präsenz eine interaktive Web-Site realisieren will z.B. Angebot eines Newsletter, online Verwaltung von Adressbüchern, Diskussionsforum etc.
2.) CGI-Unterstützung (6.), meist nur vom Provider zur Verfügung gestellte Standard-CGIs, z.B. zum Verarbeiten von Web-Formulare oder das Einbinden eines Besucherzählers.
3.) Cold Fusion MX-Unterstützung sollte dann als Zusatzleistung angeboten werden, wenn mit geringen Programmierkenntnisse ein Content-Management-System(7.) realisiert werden soll.
4.) PHP4-Unterstützung zur Realisierung dynamischer Web-Sites oder online Shops mit Datenbankanbindung und Content-Management-System (7.) (gute Programmierkenntnisse in PHP vorausgesetzt.
5.) MS-Frontpage 2002-Unterstützung wichtig für Webmaster, die mit MS Frontpage 2002 Web-Sites programmieren.
6.) Verzeichnisschutz, dadurch können bestimmte Bereiche einer Web-Site mit einem Passwort geschützt werden. Dies sollte ein Provider dann anbieten, wenn ich meine Internet-Präsenz oder Teile davon nur von mir authorisierten Besuchern (z.B. Vereinsmitglieder) zugänglich machen will.
7.) Auswertungsstatistik, leistungsfähige Auswertungsstatistiken sind sehr wichtig um den Erfolg einer Web-Site, Besucherverhalten etc. zu kontrollieren.
Hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen bei den Webspace-Providern. So bieten viele "Hinterhof-Provider" Internet-Pakete recht teuer, ohne Zusatzleistungen, an oder sie lassen sich jede Zusatzleistung extra bezahlen, wodurch die monatlichen Providerkosten gegenüber vergleichbarer Angebote anderer Provider zu hoch sind.
Service Im Falle von Problemen und diese treten zumeist in der Anfangsphase der Realisierung einer Internet-Präsenz oder bei einem Providerwechsel auf, ist man auf die Erreichbarkeit und Kompetenz von Spezialisten angewiesen.
Auch hier gibt es große Unterschiede bei den Providern hinsichtlich des Services, bei manchen Providern ist die Service-Nummer immer besetzt und / oder wenn man durchkommt wird einem nicht weitergeholfen.
Provider, die eine technische Unterstützung (Support) nur über eine teuere 0190-Nummer anbieten, sind nicht zu empfehlen. Die Kompetenz des Supports eines Providers ist im Voraus schwer zu testen, allerdings sollte, bevor man sich für einen Provider entscheidet, die Erreichbarkeit (keine entlos lange Wartezeit) des Supports, durch einen Testanruf geprüft werden.
Miet-Server Mit einem Miet-Server (ab 49 € / Monat) kann man das Problem beim Shared-Hosting (4.) vermeiden, dem gegenüber stehen allerdings die Kosten für den Mietserver, für Programme und Personalkosten. Ein Miet-Server ist somit nur für größere Firmen rentable.
Die Provider bieten i.d.R Linux- oder Windows-Server an.
Ein Mietserver ist ein Rechner mit einer leeren Festplatte, d.h. alle Programme und Funktionen (z.B. Mailprogramme und Zusatzleistungen s.o) müssen auf dem Server installiert werden. Hierbei sind bei einem Windows-Server mit hohen Kosten für Programme und bei einem Linux-Server mit hohen Kosten für den Programmierer zu rechnen, um vergleichbare Leistungen eines vorkonfigurierten Internet-Pakets in einer Shared-Hosting-Umgebung zu erzielen.

Infos im Internet:

  • Viele Infos zu Webspace-Provider (Testergebnisse, Kundenmeinungen) und eine Übersicht zahlreicher Anbieter für Webhosting unter webhostlist.de
  • Überblick über Performance-Daten zahlreicher Webhoster und Freemail-Dienste unter hostwatch.de
  • Eine regionale Übersicht von Webspace-Provider unter www.heise.de
  • Für jede Web-Site mit einer de-Adresse ist ein Impressum gesetzlich vorgeschrieben, welche Angaben in einem Impressumg gemacht werden müssen finden Sie unter www.digi-info.de
Unverbindliche Anfrage für eine Beratung zur Wahl des richtigen Webspace-Providers bitte hier klicken

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Glossar:
CGI steht für Common Gateway Interface (frei übersetzt Datenaustausch-Schnittstelle). Mit einem CGI-Programm (meistens in Perl oder TCL geschrieben) kann ein Server Daten erhalten und diese weiterverarbeiten. Dadurch ist es auf dem Server möglich externe Programme auszuführen und deswegen erlauben die meisten Provider nur das Ausführen von geprüften Standard-CGIs. Denn ein böswillig programmiertes CGI-Programm kann auf einem Server unerwünschte Befehle ausführen und somit Schaden anrichten.
Content Management System (CMS) ist für die Erstellung und Verwaltung umfangreicher Web-Sites gedacht. Durch ein CMS können beispielsweise mehrere Personen gleichzeitig an einer Web-Site arbeiten. In einem CMS werden die einzelnen Bestandteile einer Web-Site (Navigation, Inhalte, Design, Style Sheets, Skripte etc.) getrennt verwaltet. Dadurch können Änderungen an der Web-Site (z.B. Navigation) mit einem relativ geringen Arbeitsaufwand durchgeführt werden. (www.html-world.de, Content Management Systeme)
GB = Giga Byte = 1000 Mega Byte (MB). 1 KB = 1024 Byte und 1 Byte (B) = 8 Bit (b) -> eine Übertragungsrate von 8 kb pro Sekunde = ca. 1 KB/s
Homepage wird die Eingangseite (index-Seite) einer Web-Site bezeichnet.
Performance ist die Leistung eines Web-Servers bezüglich der Geschwindigkeit bei der Ausführung von Befehlen und Programmen, durch Besucher oder interne Zugriffe auf die Web-Site. (nach Definition von www.glossar.de)
Provider: Firma die den Zugang zum Internet zur Verfügung stellt. Als Webspace-Provider werden Firmen bezeichnet, die Serviceleistungen anbieten, um eine Internet-Präsenz zu ermöglichen. Die meisten Webspace-Provider sind wiederum Kunden von Webhostern, welche den Zugang der Web-Servern zum Internet gewähren. Einige Webspace-Provider bezeichnen deshalb ihre Dienstleistung auch als Webhosting. Die großen Webspace-Provider wie 1und1, strato etc. sind gleichzeitig auch Webhoster.
Shared-Hosting-Umgebung: Webspace-Provider binden auf einem Server sehr viele Web-Sites an das Internet an. Die Performance (5.) der eigenen Web-Site ist somit vom Datentransfervolumen vieler fremder Internet-Präsenzen abhängig. Somit ist es für einen Provider schwierig, für einen einzelnen Kunden beim Shared-Hosting, eine Mindestübertragungsrate zu garantieren.
Webpage ist eine einzelne Seite einer Web-Site
Web-Server nennt man Rechner, auf denen die Web-Site gespeichert ist und in das Internet angebunden ist auch HTTP-Server genannt.
Web-Site: als Web-Site wird das komplette Angebot einer Internet-Präsenz bezeichnet

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Quellen:
1.:ARCHmatic-Glossar unter www.glossar.de
2.: Net-Lexikon von akademie.de unter www.netlexikon.de
3.: Begriffserklärungen von Jan Winkler unter www.html-world.de


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letzte Aktualisierung: 14.02.2005
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